Val Bregaglia / Bergell

Val Bregaglia | Bergell

Immer wenn ich das Engadin und mit ihm die aufgeregte Welt hinter mir lassend, durch die engen Serpentinen des Malojapasses ins Val Bregaglia hinabtauche, eröffnet sich mir aufs Neue ein wohltuendes Gefühl entspannter Konzentration. Und dies seit fünfzig Jahren.

Ich weiss genau, was mich erwartet: Freundliche Menschen, Ruhe und eine Fülle von anmutigen, von Menschenhand, der Geschichte und von der Natur erschaffenen Schauplätze, welche mit unendlicher Geduld darauf warten, entdeckt, erfahren und fotografisch umgesetzt zu werden.

Zwischen 2007 und 2016 habe ich mich fotografisch auf das Bündner Südtal Bergell konzentriert. Einem idyllischen und trotz seiner Nähe zu St. Moritz vom Massentourismus bisher verschont gebliebenen Tal zwischen der Ortschaft Maloja (CH) und dem italienischen Städtchen Chiavenna.

Eingerahmt von betörend schönen Bergmassiven, wie zum Beispiel der imposanten Bondasca-Gruppe mit dem Piz Badile, ist das Bergell auch Heimat von Europas grösstem Edelkastanienwald (Brentan). Seine Anziehungskraft und Ausstrahlung sind absolut einmalig und suchen ihresgleichen.

Meine Bergeller Fotografien entstanden auf ausgedehnten Streifzügen durch ein Tal, dessen Magie nicht nur mich als fotografierenden Wanderer, sondern auch manch grosse Künstler wie Alberto Giacometti, Giovanni Segantini, Elvezia Michel-Baldin oder Varlin in seinen Bann gezogen hat.

Ich verfüge über ein Archiv von rund tausend Fotografien aus dem Bergell. Die meisten Arbeiten

Meine fotografischen Arbeiten über das Bergell erheben in keiner Weise den Anspruch, für das Bergell zu stehen. Interessierte haben vielmehr die Gelegenheit, quasi durch meine Augen hindurch zu sehen, was es mir persönlich im Bergell wert schien, fotografisch festzuhalten.