Meine Fototasche | 1 Kamera | 3 Objektive | 4 Stative

Du musst ja eine tolle Kamera haben!

Immer wieder werde ich gefragt, mit welcher Kamera ich fotografiere.

Als ob es an der Kamera läge, wenn gute (oder schlechte) Fotografien entstehen.

Dabei ist eine Kamera doch nicht mehr als das Notebook einer Autorin, auf dessen Tastatur sie ihren Roman schreibt.

Heute erfüllen fast alle aktuellen Kameras in technischer Hinsicht die Voraussetzungen, um damit gute Fotografien aufzunehmen können. Auch mein iPhone 5 SE gehört dazu.

Um die zahlreichen Interessierten nicht ganz auf dem Trockenen sitzen zu lassen, hier nun doch ein paar Infos zu meinem Equipment.

Meine Fototasche

Zurzeit arbeite ich mit einer digitalen Mittelformatkamera. 85 % meiner Outdoor-Aufnahmen entstehen mit einem Objektiv mit Standardbrennweite (entsprechend 50 mm im KB-Format). Gelegentlich kommt ein leichtes Weitwinkel-Objektiv zum Einsatz (entsprechend 28 mm im KB-Format). Zoom-Objektive besitze ich keine.

Im Studio setze ich meistens mein leichtes Teleobjektiv ein. Brennweite 120 mm (entspricht 90 mm im KB-Format). Dieses Objektiv kann ich auch für Sachaufnahmen im Markobereich verwenden.

Bis vor zwei Jahren arbeitete ich zusätzlich mit einer digitalen Kleinbildkamera, welche ausschliesslich Fotografien in Schwarz-weiss aufnehmen konnte (siehe bei Interesse hierzu folgenden Artikel in fotointern.ch).

Für gutes Licht im Studio sorgt eine professionelle Blitzanlage. In der Landschafts- und in der „Urban landscape“- Fotografie kommt gelegentlich meine mobile Blitzanlage zum Einsatz. Transportiert wird diese in einem gewöhnlichen Einkaufswagen (oder im Rucksack).

Um ausreichend Tiefenschärfe und Tiefeneffekte realisieren zu können, arbeite ich seit dem Einsatz von digitalen Mittelformatkameras im Imaging gerne mit Helicon Focus. Dieses Plugin für Photoshop ermöglicht es, mehrere  unterschiedlich fokussierte Aufnahmen eines Sujets zu einer von vorne bis hinten scharf durchgezeichneten Fotografie verschmelzen zu lassen.

Filter setze ich fast nie ein. Gelegentlich kommt in der Landschaftsfotografie ein ND-Filter zum Einsatz („Graufilter“).

Imaging

Meine digitalen Negative entwickle und bearbeite ich mit Photoshop. An meinen freien Arbeiten arbeite ich oftmals stundenlang. Verteilt über Tage. Manchmal auch über Wochen.

Composings und/oder einschneidende Bildmontagen mache ich keine. In den meisten Fällen führe ich im Imaging lediglich grundlegende Entwicklungsarbeiten und diskrete Retuschen durch. Fast so wie früher zu Analog-Zeiten. Aber auch diese können es in sich haben.
Selbst wenn meine Fotografien aussehen, als wäre vor allem Photoshop an der Arbeit gewesen, entsprechen die Bilder weitgehend den Aufnahmen aus der Kamera.

Für mich muss schon die Aufnahme selbst so gut wie nur irgendwie möglich ausfallen. Selbst wenn ich die betreffende Location vier, fünf, sechs Mal oder noch häufiger aufsuchen muss, bis das Licht stimmt. Das gleiche gilt im Studio.  In Photoshop bekommt die Fotografie dann lediglich noch ihren Feinschliff.

Druck

Meine Fotografien printe ich selbst. Und zwar in einem Giclée-Druckverfahren auf einem professionellen Grossformatdrucker.

Für mich das Wichtigste

Ich besitze mehr Stative als Objektive. Nämlich vier. Vom schweren Studio- bis zum leichten Reisestativ. 99 % meiner Fotografien entstehen ab Stativ. Nur so finde ich die Ruhe, um mich ganz der Bildkomposition hingeben zu können.